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Schon von Kindheid an
liebte ich es zu basteln und zu nähen. Meine Mutter konnte sehr
gut nähen und so konnte ich schon sehr früh meine Kreativität
unter Beweis stellen.
Als kleines Kind besass ich einen sehr schönen, grossen
Teddybär. Er war voll beweglich und sein Fell war geldgelb. Ich
schleppte ihn überall hin mit bis zu dem Tag, mein Cousin
verbrachte seine Ferien bei uns, der Teddy eine
Blinddarmentzüdung bekam und notoperiert werden musste. Leider
hat mein Petzi diese Operation nicht überlebt. Ich trauerte
lange um ihn aber ich habe auch nie wieder einen neuen Bären
bekommen.
1987 begann ich Porzelanpuppen zu fertigen. Als Dekoration nähte
ich hin und wieder kleine, einfache Bären. Irgendwann meinten
meine Freunde ich müsste richtige Teddybären machen und so
schenkte mir eine Freundin 1997 eine Bastelpackung für einen
Teddybären. Zuerst wusste ich nichts damit anzufangen aber meine
3 Kinder drängelten so lange bis ich es endlich wagte. So
entstand mein erster Teddybär. Er war nicht besonders schön,
hatte eine schiefe Nase, der Bauch war viel zu dick und zu kurz,
genauso wie Arme und Beine. Ich betrachtete ihn lange und war
schon versucht ihn wegzuschmeissen, da adoptierte mein Sohn ihn
und noch heute sitzt er auf seinem Schreibtisch.
Aber das Bärenvirus hatte mich gepackt. Ich kaufte mir Literatur
und begann einen eigenen Schnitt zu entwickeln. Und dieser Bär
der dann entstand, sein Name war Léonie, gefiel mir schon viel
besser. Aber es dauerte dann noch einige Zeit bevor ich wirklich
zufrieden war.
Immer wieder werde ich gefragt: Woher nehmen sie nur dies Ideen?
und immer wieder antworte ich das Gleiche. Ich habe unzählige
Ideen, mir fehlt nur die Zeit sie zu verwirklichen. Ich arbeite
noch als Arztsekretärin, habe ein Haus mit Garten, einen Mann
und 3 Kinder, die zwar inzwischen erwachsen sind aber dennoch
von Zeit zu Zeit die Hilfe der Mutter brauchen. Wenn ich eine
Ausstellung plane dann wird das Bärenmachen eben in einigen
Nachtschichten erledigt. Dann muss mein Mann mit anpacken.
Niemand kann so perfekt stopfen wie er.
Ich mache nie zweimal den genau gleichen Bär daher ist jeder Bär
einzigartig. Ich gehe gerne auf Flohmärkte und es gibt für mich
nichts Schöneres als in die Welt einer grossen Bärenmesse
einzutauchen.
Gerne nehme ich an Kursen von renomierten Künstlern teil um mich
so über neue Materialien und Techniken zu informieren.
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Es war von Anfang an
mein Traum einmal an einem grossen Wettbewerb teilzunehmen aber
ich traute mich doch nicht so richtig bis zum Jahre 2007 wo ich
bei der Euroteddy in Essen den 1. Preis erhielt in der Kategorie
" Teddybär Urform unbekleidet bis 70cm ".
Im Jahre 2009 bekam ich dann, und darüber bin ich besonders
stolz, den 1. Preis beim TED World Wide Award in der Kategorie „mixed
materials undressed“. (Weiteres können sie unter „Awards“
weiterlesen) |